PIA

Prospektive Monitoring und Management-App.

PIA („Prospektive Monitoring und Management-App”) ist eine Software, mit der prospektiv Daten mit Hilfe von Fragebögen oder Interviews erhoben werden können.

Sie kann per App (Android und iOS) oder als Webversion genutzt werden. Dabei kann PIA unterschiedliche Datenformate wie Fragen, Barcodes, Fotos oder Pharmazentralnummern verarbeiten und ermöglicht Fragebögen oder Interviews einmalig, in zyklischen Abständen oder auf bestimmten Bedingungen basierend zu erscheinen.

Es können außerdem Bioproben und unterschiedlichste Prozesse im Studien-Management verwaltet werden z.B. Symptombeobachtung oder das Monitoring von Kontaktpersonen.

Dabei verfügt PIA über sechs Nutzeroberflächen, die verschiedene Rechte und Aufgaben haben:

Administrator:in
Kann neue Studien anlegen und verwaltet alle PIA-Nutzenden

Einwilligungsmanagement
Verwaltet die Einwilligungen der Teilnehmenden

Untersuchungsteam
Kann Teilnehmende registrieren und Untersuchungen/ Interviews durchführen und dokumentieren

Probandenmanagement
Verwaltet die Kontaktdaten der Teilnehmenden und kann diese über das System kontaktieren

Forscher:in
Kann Inhalte der Studien wie Fragebögen, Einwilligung und Begrüßungstext individuell implementieren und Daten einsehen/exportieren

Teilnehmer:in
Kann Fragebögen innerhalb der App/Webversion ausfüllen, Bioproben entnehmen und die Ergebnisse in-app einsehen

Die Teilnahme an PIA-Studien ist immer freiwillig und kann jeder Zeit ohne Begründung beendet werden.

Je länger jede oder jeder Einzelne jedoch mitmacht, desto besser können wir wiederkehrende Erkrankungen erforschen.

Werfen Sie doch mal einen Blick in die App!

EnTstehung

Wie PIA entstanden ist und wo PIA hingeht.

Das eHealth Tool PIA wird seit 2017 von der Abteilung Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) unter der Leitung von Dr. Stefanie Castell entwickelt, um die Erhebung epidemiologischer Daten zu vereinfachen, zu modernisieren und zu aktualisieren sowie die Response und Compliancce seitens der Teilnehmenden zu verbessern. 2019 wurde es das erste Mail im Rahmen eines L3-Projektes der NAKO Gesundheitsstudie zur Erforschung von akuten Atemwegsinfektionen eingesetzt. Seitdem sind weitere Projekte im Bereich der Infektionsforschung dazugekommen.

Mit PIA können beliebige Fragebögen und verschiedene Funktionen (z.B. Bioproben oder Signale bei bestimmten Antworten) zur Verfügung gestellt werden, sodass Anpassungen an unterschiedlichste Studiendesigns möglich sind. Die Anwendung wird kontinuierlich verbessert und durch neue Funktionen und Elemente erweitert.

PIA ist flexibel in unterschiedlichen Kontexten einsetzbar und kann als eigenständiges Tool fungieren oder in andere Systeme integriert werden (z.B. in das IT-System der NAKO Gesundheitsstudie oder die Surveillance-Software SORMAS). Neben dem Einsatz in der Wissenschaft und Forschung dient PIA dem Gesundheitswesen zur Beobachtung von Symptomen und Krankheitsverläufen, unter anderem bei Klinikpersonal und Patient:innen. Außerdem eignet sich PIA für das Kontaktmanagement bei Infektionsausbrüchen.

Bei der Entwicklung von PIA wird besonders auf Sicherheit, Flexibilität und nutzerfreundliches Design geachtet. Insgesamt hat PIA acht Fokusse, die eine zentrale Rolle bei der fachlichen und technischen Entwicklung spielen:

Datenschutz- und IT-Sicherheit
Flexible Zielgruppen
Nutzerfreundlichkeit
Inhaltsflexibilität
Prozessmanagement
Open-Source-Stellung
Mandantentrennung
Wartbarkeit

Datenschutz

Entwicklung mit höchsten Ansprüchen an Datenschutz und IT-Sicherheit.

Daten, die mit Hilfe von PIA erfasst werden, werden grundsätzlich abhängig von ihren Eigenschaften auf unterschiedlichen Datenbanken gespeichert.

Dabei wird zwischen personenidentifizierenden Daten (z.B. Name und Adresse von Teilnehmer:innen), Studiendaten (z.B. Antworten aus Fragebögen) und Einwilligungsdaten (Studieneinwilligungen) unterschieden.

Die Daten sind auf Applikationsebene durch Rollen-Mandate voneinander getrennt während sie auf Systemebene in getrennten Datenbanken auf getrennten virtuellen Maschinen liegen. Zugriffe auf Projekte und Rollen können individuell mit unterschiedlichen Rechten bestimmt werden, sodass eine strikte Trennung von Daten gesichert ist.

PIA wird regelmäßig gemäß aktueller Entwicklungs-Standards aktualisiert und gewartet.

Sie finden unser PIA-Repository auf GitHub. Das Backend der Anwendung besteht aus Node.js-Mikroservices, die PostgreSQL als Datenbank nutzt. Das Frontend stehen eine Angular Webanwendung und IONIC betriebene iOS und Android Mobile App zur Verfügung. 

Partner

Wer entwickelt PIA?

An der Entwicklung und Bereitstellung von PIA sowie der Durchführung von PIA-Studien sind viele Partner beteiligt, die PIA zu dem machen, was es ist.
HZI_Logo

Fachliche Weiterentwicklung von PIA und Durchführung von Studien

Netzlink

Wartung, Bereitstellung und Support von PIA

EDT

IT-Beratung

Convetic

Programmierung von PIA

Logo_grau

Virologische Analyse der Bioproben

Finanzierung

PIA wird aus Forschungsgeldern entwickelt.

Die PIA-Studien werden aus öffentlichen Geldern für Forschungszwecke finanziert. Wie einzelne Projekte im Detail finanziert werden, finden Sie auf unseren Projekt-Seiten.
HZI_Logo

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

DZIF

Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)

DFG

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DGF)

volkswagen

Volkswagen Stiftung

Helmholtz Logo

Helmholtz Gemeinschaft (HGF)

BMBF

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

MWK

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Publikationen

Wissenschaftliche Arbeiten rund um Infektionsforschung, eHealth und PIA.