DIMI

Digitales Infektionsmonitoring bei Menschen mit Immundefizienz: Digitale Erhebung von Symptomen im Kontext der COVID-19-Pandemie sowie der entsprechenden Impfung bei Menschen, die mit HIV leben

+++Aktuelles aus DIMI+++

Neues Teammitglied

Peter Helmig ist neue wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt DIMI.

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Das Projekt startet

DIMI startet ab heute

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Beratungsergebnis der MHH-Ethikkommission

Das Beratungsergebnis der Ethikkommission der Medizinischen Hochschule Hannover wurde uns zugesandt.

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DAS PROJEKT AUF EINEN BLICK

Welche Symptome einer akuten Atemwegsinfektion (inklusive COVID-19) treten bei Menschen, die mit HIV leben, wie oft auf? Welche Erreger können hier bei einer akuten Infektion nachgewiesen werden? Hängen die Symptome mit bestimmten Merkmalen oder Erregern zusammen?

Wie hoch ist der Anteil der Menschen in dieser Studienpopulation, der nach einer Impfung gegen COVID-19 Symptome entwickelt? Wie ist die Einstellung dieser und anderen Impfungen gegenüber?

Diesen und weiteren damit verbundenen Fragen widmet sich das Projekt DIMI. Auf Grund der aktuellen Geschehnisse liegt der Fokus besonders auf SARS-CoV-2-Infektionen (Corona-Virus).

Hintergrund

Akute Infektionserkrankungen weisen auch in Ländern wie Deutschland eine bedeutende Krankheitslast auf. Die Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) ist eine neuartige Infektion, deren pandemische Ausbreitung das Gesundheitswesen täglich vor Herausforderungen stellt (1)(2). Als besonders gefährdet gelten neben älteren Menschen jene mit Vorerkrankungen (3). Es liegen nur begrenzt Daten zu COVID-19 und HIV-Koinfektion vor (4).

Ob Personen mit schweren Immundefekten ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe der COVID-19 Krankheit haben und ob HIV-Antivirenmittel einen potenziell protektiven Effekt besitzen könnten, wird kontrovers diskutiert (4)(5).

Ein besseres Verständnis von COVID-19 und (anderen) akuten respiratorischen Infektionen (ARI), speziell auch in besonders vulnerablen Gruppen ist notwendig, um auf die zielgruppenspezifischen Entwicklungen reagieren zu können.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verfügt über eine im Kontext des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und für Studien eingesetzte Humane Immundefizienz-Virus (HIV)-Kohorte (MHH Ethikvotum Nr. 2411-2014). Der Einfluss von HIV-Infektionen und therapeutischen Interventionen bei HIV-Erkrankten auf akute Infektionserkrankungen wie COVID-19 soll mithilfe dieser Kohorte beschrieben werden.
Mittels PIA können beliebige Fragebögen und verschiedene Funktionen flexibel zur Verfügung gestellt werden, sodass eine Anpassung an die aktuelle Situation und verschiedene Bedarfe möglich ist.

Durch die einsehbare Dokumentation von Symptomen und Folgen der untersuchten Infektion und möglicher Risikokontakte sowie die innerhalb der App zurückgemeldeten Erregernachweise aus Nasenabstrichen entsteht ein individueller unmittelbarer Nutzen für die Studienteilnehmenden.

Ziele

Hauptziel des Projektes ist es, den Anteil der Teilnehmenden die Symptome von COVID-19 oder (anderen) akuten Atemwegsinfektionen angeben sowie die nachgewiesenen Infektionen mit SARS-CoV-2 oder anderen Erregern erfassen. Außerdem werden die Einstellungen Impfungen (insbesondere der gegen COVID-19) gegenüber erfasst, die Inanspruchnahme dieser und anderer Impfungen, sowie mögliche Symptome nach einer Impfung.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können Personen, die in der HIV-Ambulanz der Medizinischen Hochschule behandelt werden, volljährig sind und deutsch lesen und schreiben können.

Für die Teilnahme ist die Nutzung von PIA Voraussetzung. Weitere Informationen können der Teilnahmeinformation entnommen werden.

Ablauf der Studie

Teilnehmende nutzen PIA, um über ihren Gesundheitszustand, Impfungen, Verhaltensweisen, Einstellungen und mögliche Risikofaktoren zu berichten, sowie bei bestimmten Symptomen einen Nasenabstrich zu entnehmen und das Ergebnis der virologischen Analyse in der App einsehen zu können.

Finanzierung

Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert. 

Kontakt

Wenn Sie das Studienteam kontaktieren möchten können Sie dies über unser Kontaktformular tun.